Kindergarten Am Hartmayrgut

Kindergarten Am Hartmayrgut
Wettbewerb 2017 1.Preis

KiB Am Hartmayrgut Schaubild
Credit: Josef Andraschko


STÄDTEBAULICHE SITUATION – ARCHITEKTONISCHER ENTWURF

Das Gebäude bildet den Endpunkt einer hofförmigen Wohnbebauung. Der Neubau wird im Nordwesten des Bauplatzes situiert, und markiert den Schnittpunkt der beiden Aufschließungsstrassen. Der Entwurf sieht einen 2-geschossigen punktförmigen Baukörper mit zentraler Erschliessungszone vor. Als Inspiration für den Baukörper dient ein Windrad – dessen Flügel sich in alle Richtungen ausbreiten – und ein lichtes luftiges Gebilde ausformulieren. Die Geometrie des Windrades wurde aufgebrochen und spielerisch neu zusammengesetzt. Die gegeneinander geneigten begründen Dachflächen ermöglichen durch die Überhöhung der Obergeschossdecke einen Einbau von Galerien.

NUTZUNGEN

Um den zentralen von oben belichteten Erschliessungsraum gruppieren sich windradartig die Gruppenräume mit den Nebenraumzonen. Die Flügel der Windräder sind geschossweise verdreht somit ergibt sich ein interessantes Wechselspiel aus Räumen und Loggien die den Baukörper klar strukturieren. Durch die dreieckigen Fassadenrücksprünge ergibt sich eine zusätzliche Raumqualität die Innen- und Aussenräume für jeden Gruppenraum verbindet. Durch diese Raumerweiterung kann vor allem im Sommer der Gruppenraum um den Freiraum (Loggia) erweitert werden. Die Rücksprünge erhöhen die Sommertauglichkeit, der Sonnenschutz wird aussen an der Fassade angebracht. Der zentrale Marktplatz bietet durch seine Ausformulierung vielfältige Nutzungsmöglichkeiten – Rückzugs- und Bewegungszonen, die bespielt werden können, entstehen. Südlich des Marktplatzes befindet sich eine große, gedeckte Terrasse, die auch von den Krabbelstubenräumen aus erschlossen ist. Durch den vorliegenden Gebäudetypus werden reine Gangzonen auf ein Minimum reduziert. Auch im Bereich des Gartenausganges wird durch eine Gangerweiterung mehr Platz geschaffen.


„Die teilweise durchgesteckten Stichgänge und geknickten Fassadenflächen verleihen dem sonst pragmatischen Baukörper ein interessantes Fassadenspiel, welches sich in der Dachlandschaft wiederfindet.“

Auszug Juryprotokoll